Kundenbeispiel: Södertälje kommun
Södertälje kommun

Mit den richtigen Menschen heben offene Daten in Södertälje ab
Wie wird man mit offenen Daten erfolgreich? Erstens: Lassen Sie diejenigen einfach machen, die Daten veröffentlichen wollen, die andere sehen möchten. Zweitens: Finden Sie eine einfache Plattform für die Veröffentlichung. Das ist jedenfalls das Erfolgsrezept für offene Daten in der Gemeinde Södertälje.
Engagement und die richtige Plattform sind entscheidend
Um mit offenen Daten anzufangen, braucht man doch sicher erst eine Initiative, die zögerliche Mitarbeitende begeistert? Falsch, falsch, falsch!
Zumindest war das nicht der Weg der Gemeinde Södertälje. Tony McCarrick, Digitalisierungsstratege der Gemeinde, erzählt, dass man stattdessen den GIS-Experten freie Hand ließ und sie unterstützte. Sie hatten bereits auf eigene Initiative Daten auf der Website der Gemeinde veröffentlicht.
Das Engagement war also da, ebenso das Wissen und zum Teil sogar fertige Veröffentlichungen offener Daten, die nur noch formalisiert und aufbereitet werden mussten. Das hat sich ausgezahlt.
– Wir haben eine Vorstudie gemacht und festgestellt, dass wir eine Plattform für offene Daten brauchen. Dann haben wir EntryScape von MetaSolutions gefunden, erklärt Tony McCarrick.
Eine weitere Zutat des Erfolgsrezepts ist die Art von Daten, mit denen man begonnen hat. Menschen lieben Karten und kartografische Daten. Das wissen viele, allen voran Zeitungsredaktionen. Artikel zu dem Thema werden oft viel gelesen.
Geodaten sind nicht nur spannend. Sie bringen zahlreiche Vorteile, nicht zuletzt für die vielen Grundbesitzer. Deshalb sind GIS-Daten (Geografisches Informationssystem) ein guter erster Schritt zu offenen Daten. Sie gehören sozusagen zu den tief hängenden Früchten.
Es gibt viele Berührungspunkte mit den Interessen der Bürgerinnen und Bürger, und damit großes Potenzial für kommerzielle wie gemeinnützige Dienste.
– Man muss sich fragen, welche Daten veröffentlicht werden können und wofür sie sich nutzen lassen, sagt Tony McCarrick.
Natürlich kann man auch umgekehrt vorgehen: zuerst überlegen, welche Anwendungen sinnvoll wären, und dann erfassen, welche Daten dafür nötig sind. Oder man denkt gleichzeitig darüber nach, welche Daten es gibt und welche Anwendungen gebraucht werden.
Unterm Strich sollte die Arbeit mit offenen Daten idealerweise vom Nutzen getrieben sein und nicht vom abstrakten Grundsatz, dass offene Daten gut sind. Offene Daten haben auch ihren Platz in einem größeren Zusammenhang.
– Wir haben einige Schlüsselprozesse für die Digitalisierung von Daten festgelegt, und die Verwaltung offener Daten ist einer davon, sagt Tony McCarrick.
Wie hat sich das Projekt mit offenen GIS-Daten entwickelt?
– Die Vorstudie haben wir im vergangenen Frühjahr durchgeführt, und Ende 2018 haben wir begonnen, offene GIS-Daten auf der neuen Plattform zu veröffentlichen. Das war überhaupt nicht arbeitsintensiv, und die Beteiligten brauchten keine besonderen Kenntnisse oder Schulungen.
Wie geht es weiter?
– Wir untersuchen jetzt, wo in der Gemeinde Daten zu finden sind. Die Mitarbeitenden für Digitalisierung helfen dann dabei, Daten mit EntryScape zu veröffentlichen. Dabei müssen wir natürlich auch übergreifende Themen wie Informationssicherheit bearbeiten.
In einem laufenden Projekt an einer Schule werden GIS-Daten in Minecraft genutzt. Echte geografische Daten in virtuellen Welten, die Kinder und Jugendliche selbst bauen: Das klingt spannend. Man darf gespannt sein, wie es mit offenen Daten in Södertälje weitergeht. Eines ist klar: Es hilft, Enthusiasten an Bord zu haben, und die hat Södertälje unter seinen GIS-Ingenieuren ganz sicher.



